Kinder-Kantorei Kappeln

Musical "Der Verlorene Sohn"

Musical Verlorene Sohn

"Der verlorene Sohn" von Dagmar und Klaus Heizmann (Klaus Gerth) am 25.05.2008

Die Geschichte vom verlorenen Sohn gehört zur Allgemeinbildung. Der Apostel Lukas hat uns das Original in der Bibel überliefert.

Den Meisten bis dahin unbekannt dürfte die Musicalfassung von Dagmar und Klaus Heizmann gewesen sein, die die Kinderkantorei (KinKa) der Kirchengemeinde Kappeln eingeübt hatte. Wochenlang probten 25 Kinder der KinKa unter der Leitung von Claudia Krämer, Daniela Traulsen und Heike Krudewig.

Am 25. Mai führten die 4- bis 12-Jährigen das Musical vom Verlorenen Sohn im 10-Uhr-Sonntags-Gottesdienst auf. Engagierte Eltern um Anke Lindemann hatten für Kostüme, Bühnenbild und Requisite gesorgt. Mitglieder des Gospelchors spielten auf einer Nebenbühne die Rahmengeschichte und Pastor Christoph Sassenhagen rundete das Kindermusical vom Verlorenen Sohn mit einer kurzen Predigt und begleitenden Klängen auf seinem Saxophon ab.

Musical Verlorene Sohn

Die trotz sparsamer Werbung aber wohl durch gute "Mundpropaganda" zahlreich versammelten Gäste des Gottesdienstes bekamen nicht nur die Früchte einer engagierten und hoch motivierten Vorbereitung geboten, sondern auch die gute Nachricht für jeden einzelnen: Gott wartet stets auf uns. Die Tür steht immer offen, wir dürfen stets zurück.

Aber schauen Sie selbst, wie die Geschichte weiter ging...

Zuerst sang der Kinderchor "Ja, auf unserm Bauernhof geht es immer rund. Unsre Arbeit ist sehr schwer, aber auch sehr bunt. Langeweile kennt man nicht, Arbeit gibt’s für jeden hier."

Das sah der reiche Bauernsohn Simon (gespielt und gesungen von Danilo Alms) nicht so. Er hatte genug von der vermeintlichen häuslichen Enge. So forderte er vom Vater (Tobias Dittmar): "Ich will mein Erbe, gib mir mein Geld, ich will hinaus in die weite Welt." Der zahlte seinen Sohn aus und ließ ihn gehen, damit dieser selbst sein eigenes Glück finden konnte.

Musical Verlorene Sohn

Die Sache ging, wie schon Lukas berichtete, gehörig schief. Im Gasthaus deutete sich die Katastrophe an. "Ein Hoch auf unsren besten Freund" stimmte der Chor der falschen Freunde fröhlich ein, bis Simon pleite war und traurig sang: "Was mach ich nun? Ich hab nichts mehr." Die Endstation war wie in der biblischen Erzählung ein Schweinestall. Nur dass hier die rosa kostümierten "Schweine" einen hämischen Rap auf den verlorenen Sohn darboten. "Nun sitze ich im schlimmsten Dreck, ich leide Not, mir geht es schlecht. Zu Hause geht es allen gut. Mein Vater sorgt für jeden Knecht." Danilo Alms WAR bei diesem Lied der Verlorene Sohn. Und die Gemeinde glaubte es ihm. Simon wollte nur noch nach Hause. So machte er sich auf den Weg zurück zum Vater, der ihn schon sehnsüchtig erwartete.

Im Mittelgang des Kirchenschiffs kam es zu einem schönen Gesangsduo zwischen Vater und Sohn: "Ich bin zurück nach langer Zeit. Ich frage dich: Kannst du verzeihn?" - "Mein Sohn war tot, nun ist er hier. Er war verlorn und ist zurück. Mein Warten hat sich doch gelohnt. O welche Freude, welches Glück." Zum Finale sang der Chor der Kinder ein Freudenlied, dessen Inhalt man von ganzem Herzen zustimmen kann: "Gott wartet stets auf uns, wartet auf unsre Wiederkehr. Vorbei ist nun das Warten, seht nur, welches Glück. Freude, Freude füllt die Herzen. Die Tür steht immer offen, wir dürfen stets zurück."

Die Gottesdienstbesucher spendeten lang andauernden Beifall für alle Beteiligten und sicherlich auch als Zeichen des Dankes für Gottes Menschenfreundlichkeit.

(Bericht von: Mathias Dittmar)

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